Bio-Komposterde
Die Firma Sonnenerde stellt nicht nur hochwertige Komposte und Fertigerden her, die nur optisch ansprechend, sondern auch ökologisch wertvoll sind. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, dass die Produkte langfristig den Pflanzenstandort optimieren und ein optimales Gedeihen der Pflanzen gewährleisten.
Außerdem sind sie in der Pflanzenkohleproduktion und Produktentwicklung aus Pflanzenkohle tätig. Pflanzenkohle ist eine der wenigen anerkannten Möglichkeiten um CO2 aus der Luft zu holen und in Form von Produkten nutzbringend einzusetzen. Diese Technologie trägt nicht nur zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Weshalb sie auch den Energy Globe Award 2023 gewannen.
Wir produzieren Qualitätserde – die bloße Entsorgung von Biomasse ist uns zu wenig
Sonnenerde
Insgesamt leistet Sonnenerde mit seinen Produkten, Projekten und Innovationen einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz. Das Unternehmen setzt sich aktiv für den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen und eine gesunde Umwelt ein, um eine nachhaltige Zukunft für kommende Generationen zu sichern.
Sonnenerde GmbH
Oberwarter Straße 100
7422 Riedlingsdorf
T: +43 3357 / 42 198
F: +43 3357 / 42 198 – 4
office@sonnenerde.at
www.sonnenerde.at
Elisabeth zu Besuch
Für das Thema Erde habe ich mich bisher nicht besonders interessiert, einfach weil ich damit noch wenig zu tun hatte. Neben unseren Tieren blieb wenig Zeit für Pflanzen und Gemüseanbau obwohl es uns schon immer sehr gereizt hat. Heuer kamen ein paar Dinge zusammen die in uns den Wunsch weckten, nun doch aktiv zu werden. Besuche bei der Solawi Neudlhof („Was ist eine solidarische Landwirtschaft?“) im Bezirk Mattersburg und Leithalandgemüse in Leithaprodersdorf haben sehr dazu beigetragen mich für das Thema zu interessieren. Als wir dann von Hans Goldentis (Hansag Food) noch einen Folientunnel gesponsert bekamen war es klar, jetzt gehen wir´s an mit dem Gemüse auf Hof-Sonnenweide.
Gemüse und Erde gehören untrennbar zusammen und als ich beim Entrepreneurship Day der HAK Oberwart einen Vortrag von Gerald Dunst, dem Gründer und Inhaber der Firma Sonnenerde hörte, war klar das mein nächster Besuch mich ins Südburgenland, nach Riedlingsdorf führen würde, zum Geschäftsstandort von Sonnenerde.
Schon beim Vortrag von Gerald Dunst aber auch bei unserem Rundgang über das Gelände des innovativen Unternehmens wurde mir klar wie wenig ich über das Thema Kompostierung, optimale Pflanzenerde und deren Produktion wusste, wie komplex das alles ist und wieviel Wissen und Erfahrung notwendig sind um diese Kreisläufe optimal zu nützen.
Wie wenig nachhaltig, ja sogar hoch problematisch Aktionsblumenerde ist, die es im Supermarkt zu kaufen gibt war mit bis dato nicht bewusst. Diese billigen Erden enthalten nämlich meist Torf der aus Mooren gewonnen wird. Diese wiederum sind einer der wichtigsten CO2 Speicher die wir haben und das CO2 wird durch den Abbau freigesetzt und belastet unsere ohnehin schon schlechte Klimabilanz noch mehr. Dabei gibt es doch wunderbare Alternativen, direkt vor unserer Nase im Burgenland. Qualitativ viel hochwertiger, ein Recycling Produkt auf dem die Pflanzen nachweislich viel besser gedeihen und wachsen und ohne zusätzlichen Dünger auskommt….. und es gibt noch ganz viele weitere Vorteile.
Insgesamt verkauft Sonnenerde 25 verschiedene Produkte von der Bio Schwarzerde, Bio Hochbeeterde, Bio Dachgartenerde, Bio Substrate bis hin zum Bio Toilettenstreu und Pflanzenkohle ist alles vorhanden.
Pflanzenkohle ist auch so ein interessantes Produkt das ich vorher nicht kannte und eine absolute Innovation von Gerald Dunst. Er hat jahrelang geforscht, probiert und schließlich perfektioniert und betreibt jetzt die einzige Produktionsanlage in Europa. Hergestellt aus Zellulosefasern wie z.B. Erdbeerkernen und Getreidespelzen ist die Pflanzenkohle unglaublich vielseitig einsetzbar. Als Futterkohle, Güllekohle oder im Rahmen von Baumpflanzungen im Städtebereich (Stockholmer Baumpflanzsystem). Aber neben den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten besteht Pflanzenkohle vor allem aus Kohlenstoff der nur sehr langsam abgegeben wird. Das so gebundene CO2 wird somit der Atmosphäre entzogen und kann damit wesentlich zur Abbremsung des Klimawandels beitragen.
Was mich aber am meisten faszinierte und interessierte sind die Forschungsarbeiten von Gerald Dunst und seinem Team zum Thema Recycling von Restmüll zu Baustoffen. Diese Forschung steht noch am Beginn, wäre aber eine Lösung für viele unserer Probleme. Anstatt CO2 durch Verbrennung von Müll in die Luft zu blasen, wird der Kohlenstoff im Restmüll gebunden. Das dadurch entstehende Produkt könnte z.B. für den Straßenbau aber auch als Werkstoff für den Hausbau verwendet werden. Absolut genial, wie ich finde. Einige Probestücke waren am Besprechungstisch, auf dem wir unser Gespräch führten aufgereiht und ein bisschen sehen die Probestücke aus als wären sie aus Graphit und auch der Härtegrad ist ähnlich.
Nach dem Besuch bei Gerald hat mich wieder so eine Welle der Euphorie erfasst. Genau solche Unternehmen zu finden und sie noch mehr Menschen zu zeigen, das war für mich der Grund die Plattform „Nachhaltig im Burgenland“ zu gründen. Es gibt schon so Vieles was dazu beitragen kann unsere Welt als den schönen Ort zu erhalten der er ist. So viele innovative UnternehmerInnen wie Gerald Dunst, dessen Antrieb es ist den Klimawandel abzufedern und mit seiner Forschung dazu beitragen das ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen nicht nur möglich, sondern für alle Beteiligten ein Gewinn ist.
Sein Wissen über Kompostierung, Gemüse, Blumen, Kräuter, Sträucher, Mulchen und Natur-Gärten teilen er und seine Frau sehr großzügig und völlig kostenfrei in ihrem Online Magazin „Erdgeflüster“
Auch über das Thema Pflanzenkohle und verschiedene Erden findet ihr viele Infos auf der Homepage. Außerdem gibt’s einen Online Shop in dem ihr euch viele der Produkte gleich liefern lassen könnt.
Verfasst am 18. März 2020